how to create your own site

Geschichte

Über die Gründung der damaligen Schützengesellschaft sind schriftliche Unterlagen leider nicht mehr vorhanden.
Den Anstoß zur Gründung eines Schützenvereins gab 1912 Konrad Wiendl, damals Lehrer in Gungolding.
Er wurde auch sofort zum 1. Schützenmeister gewählt. Josef Hofmann fungiere als sein Stellvertreter.

Als weitere Vereinsmitglieder der Gründungsjahre sind u. a. bekannt :
Johann Späth, Franz Betz, Alois Betz sen., Kaspar Wittmann
Johann Bauer, Georg Strauß, Johann Mader, Johann Dirr
Martin Hofamnn, Karl Nefzger, Anton Nefzger, Michael Dirr
Johann Betz, Jofes Vierthaler, Max Engelhardt

Geschossen wurde mit Zimmerstutzen im Gasthaus Wittmann im Lokal, durch eine Öffnung in einen Nebenraum.
Johann Bauer fungiere in einer grün-weißen Uniform als Zieler.

Preisträger beim Gründungsschießen am 1. September 1912:
Wiendl, Altmühltal, Gungolding
Hofmann, Altmühltal, Gungolding
Ruile, Germania, Ingolstadt
Wagner, Lohengrin, Wettstetten
Hofmann, Germania, Ingolstadt
Jahn, Kipfenberg
Sommer, Ingolstadt
Gruny, Ochsbräu, Eichstätt
Schwarz, Ochsbräu, Eichstätt
Alberter, Ochsbräu, Eichsätt

Zu beginn des 1. Weltkriegs kam das Vereinsleben zum Stillstand, da es an Munition mangelte und zudem Vereinsgründer Konrad Wiendl im Jahr 1915 verstarb.

1928 ergiff Alois Veit, ebenfalls Lehrer, die Initiative und berief eine Gründungsversammlung im Gasthaus Obermeier (Plenagl) ein.
Die Versammlung wählte ihn zum 1. Schützenmeister, Jakob Obermeier als 2. Schützenmeister und Josef Frauneknecht als Kassier.
Weiter Gründungsmitglieder 1928:
Alois Betz sen., Franz Betz, Alois Betz, Josef Strauß,
Josef Held, Franz Held, Ludwig Wittmann, Matthias Schroll,
Jakob Dirr, Wilhelm Hofmann, Johann Freitag, Georg Glaßner, Johann Bauer

Später beigetreten sind: Martin Meier, Johann Renner, Max Engelhardt

Das Vereinslokal wurde im Gasthaus Obermeier eingerichtet. Als Zieler diente weiterhin Johann Bauer.
Zum Schutz war der Schießstand mit einer automatischen Vorrichtung versehen. Sobald der Zieler aufstand, ging vor den Schussluken eine Stahlblende hoch.
Dem Verein standen 4 Zimmerstutzen zur Verfügung. Einer im Vereinsbesitz, drei weitere gehörten Vereinsmitgliedern.
Schießtage wurden von März bis Oktober, an jedem zweiten Samstag abgehalten.
Der Schießbetrieb bezog sich in dieser Zeit hauptsächlich auf das Gesellschaftsschießen.
Darunter fanden auch Pflichtschießen auf 5er Scheiben statt. So bekam bei einem Einstatz von 5 Pfennig derjenige das eingesetzte Geld aller Teilnehmer, der das beste Blatt erzielte.
Beliebt war auch das Kegelschießen und das Sternschießen. Zur Kirchweih wurde wie bei Schießbuden auf kleine Blumensträuße geschossen.
Zur finanziellen Aufbesserung wurde ein Theater- und eine Gesangsgruppe gegründet.
Zudem beteiligte sich der Verein rege an Festzügen, wie bei einer Fahnenweihe in Altdorf 1931.

Im Jahr 1934 beteiligte sich ein Mannschaft an der Meisterschaft im Schützenbereich Kipfenberg.
Auf Anregung vom Schützenverband wurde von 1933 - 1939 sogenannte Opferschießen durchgeführt. Auf der zu gewinnenden Ehrenscheibe durfte jeder Schütze nach Entrichtung der Einlage einen Schmucknagel einschlagen. Der Erlös kam den Winterhilfswerk zugute.

Von politischer Seite her wurden 1936 alle Vereine gleichgeschaltet und mussten die Zusatzbezeichnung NS - Verein aufnehmen. Fortan wurde beim sogenannten Wehrschießen auch mit Kleinkaliber geschossen. Dies fand im Garten des Vereinswirts und im ersten Seitental hinter Kirche statt.
Nach und nach kam das Vereinsleben durch politische Auflagen und Beginn des 2. Weltkrieges zum Erliegen.
Nach dem Krieg verboten die Besatzungsmächte die Schützenvereine und alle Vereinsgewehre wurden vernichtet.

Ab 1950 durften in Bayern wieder Schützenvereine gegründet werden und der Burschenverein führten gelegentliche Kameradschaftsschießen durch.
Erst 1956 wurde der Ruf nach einem Schützenverein bei Geprächen im Gasthaus wieder öfters vernommen.
Daraufhin lud der Vereinswirt Jakob Obermeier am 14. August 1957 zu einer Gründungsversammlung ein, an der auch die Gauvorstandschaft teilnahm.
Die Wahlen brachten folgende Ergebnis:
1. Schützenmeister, Martin Ganser
2. Schützenmeister, Georg Schramm sen.
Schriftführer, Josef Plenagl
Kassier, Josef Herzner sen.
Beisitzer, Johann Bauer sen. , Matthäus Rumpf, Adolf Piehler
Als Vereinsname wurde Altmühltaler Schützen Gungolding gewählt.

Jakob Obermeier stiftete spontan ein Gewehr und gab bei Eröffunung den ersten Schuss ab.
Bereits eine Woche später konnten dem Gau 32 Schützen gemeldet werden.

Die Schießabende fanden wieder von März bis Oktober in der Gaststube statt, nun jedoch jeden Samstag.
Neben dem Gesellschaftsschießen wurden als vereinsinterne Preisschießen das Strohschießen und das Winterschießen abgehalten.
Am 27. März 1958 wurde zum Preis von 130,30 DM eine Schützenkette angeschafft und somit das Königsschießen eingeführt.

Einen ersten sportliche Erfolg gab es 1958 beim Pokalschießen in Pfalzpaint, bei dem die Gungoldinger Mannschaft den ersten Platz belegte.
In den Folgejahren beteiligte sich der Verein  anlässlich von Fahnenweihen an Festzügen in Pfahldorf, Hitzhofen, Dörndorf,
Schelldorf und Rupertsbuch.

Im Frühjahr 1959 wurde der Entschluss gefasst, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Die Vorbereitungen für die geplante Fahnenweihe in Verbindung des Gauschießen, fanden im Herbst 1959 statt.
Als Patenverein konnte der Schützenverein Hubertus Pfünz gewonnen werden.
Am 25. Juni 1960 begannen die Feierlichkeiten unter strahlendem Sonnenschein mit einem Standkonzert.
Am Preisschießen beteiligten sich ungefähr 180 Schützen, die auf dem errichteten Schießstand an der Altmühlwiese ihr Können unter Beweis stellen konnten.
Der Festzug konnte gegen Mittag trotz leichten Regens noch durchgeführt werden, jedoch setze danach strömender Regen ein. Trotzdem war das Fest ein finanzieller Erfolg, da die Kosten der Fahne aus dem Erlös gedeckt wurden.

Aufgrund zunehmenden Interesse wurde das Vereinslokal viel zu eng, deswegen wurde im Jahr 1959 beschlossen, den Schießstand in den Saal im 1. Stock zu verlegen.
Bei beginn der Rundenwettkämpfe 1960, konnte bereits an vier Zugständen geschossen werden.

Vom 8. bis 9 Juli 1972 fand das 60- jährige Vereinsjubiläum statt. Dabei wurden für 40 jährige Mitgliedschaft Josef Held, Josef Straus, Martin Meier und Georg Glaßner geehrt.
Im Zuge der Feierlichkeit wurde ein Pokalschießen abgehalten, an dem sich vom 27. Juni bis 2. Juli 1972 , 23 Vereine beteiligten.

Wegen Platzmangel wurde der Schießstand 1974 in den Stadel des Vereinswirtes verlegt.

Am 26. Oktober 1974 wurde der Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgereicht gestellt.
Seit dem 25. März 1975 führt der Verein die Zusatzbezeichnung e. V

Da der Stadel vom Vereinswirt als Tanzsaal ausgebaut wurde und immer mehr Hochzeiten und Tanzveranstaltungen stattfanden, kam es durch den Ab- und Aufbau der Schießstände immer wieder zu Terminverschiebungen.
Der Vereinswirt stellte daraufhin einen ehemaligen Getreidespeicher zur Verfügung, in dem am 9. Dezember 1978 der Neubau zu einem neuen Schießstand begonnen werden konnte.
Die Neubau wurden allein durch 3000 freiwilligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder abgeleistet. Auch die großzügigen Spenden einiger Firmen haben dazu beigetragen, größere finanzielle Belstungen vom Verein fernzuhalten.

Das Eröffnungsschießen zur Schießstandeinweihung fand vom 20. August bis 30 September 1980 an acht neuen automatischen Ständen statt.
Am 6. und 7. Juni konnten zur Schießstandeinweihung zahlreiche Ehrengäste begrüßt werden.
Darunter der 1. Gauschützenmeister des Gaues Ingolstadt, Wastl Kaiser und der  2. Gauschützenmeister Max Engelhardt.
Neben der Gemeindevertretung war auch der Landtagsabgeordnete Manfred Dumann anwesend.
Die kirchliche Weihe nahm am Sonntag, dem 7. September 1980 H. H. Pfarrer Andreas Heindl vor.

Vom 18. bis 20. Juni 1982 fanden die Feierlichkeiten des 70- jährigen Vereinjubiläum statt.
Im Zuge dessen wurde vom 1. Mai bis 10. Juni an 29 Zugständen das Gauschießen ausgetragen. Dieses enthielt Geld und Sachpreise im Wert von 22.000 DM.
Mit der damaligen Rekordbeteiligung von 1153 Schützen wurden alle Erwartungen weit übertroffen.
Der Festtag am Freitag begann mit der Starkapelle "Kaiserlich Böhmisch".
Am Samstag stand die Ehrung verdienter Mitglieder und die Vorstellung der Festdamen auf dem Programm.
Der Sonntag startete mit dem festlichen Gottesdienst von H. H. Pfarrer Andreas Heindl.
Am Festzug, der Nachmittag statt fand, beteiligten sich 72  Vereine und erreichte somit eine Länge von 1,5 km.
Nach dem Fest entwickelte sich der Verein zu einem der größten und aktivsten im Gau Eichstätt.

1986 wurde der Schießstand um einen Aufenthaltsraum erweitert.
Das 75- jährige Jubiläum wurde mit einem Pokalschießen und einem Schützenfest vom 3. bis 5. Juli 1987 gefeiert.
Auch das 80-jährige Jubiläum wurde 1992 zusammen mit den Jagdhornbläsern aus Gungolding begangen.

Da der alte Schießstand über die Jahre hinweg renovierungsbedürftig wurde und zudem den Sicherheitstechnischen Vorschriften nicht mehr entsprach, beschloss man diesen komplett neu zu gestalten.
Die Stände wurden mit elektronischer Messtechnik ausgestattet, Umkleideräume sowie Toiletten und eine Küche wurden angebaut.
Die Einweihung des neuen Schießstandes konnte durch die hohe Einsatzbereitschaft der Mitglieder im September 2005 gefeiert werden.